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Die wichtigen Hinweise zu den Kriminalfällen um Mord, Raub,  Bandenbildung und Mafia  führten am Samstagabend in der Gemeindehalle in Böhmenkirch alle zu einem Hauptverdächtigen: dem Liederkranz Böhmenkirch. Eindeutiges Motiv: Chormusik „kriminell gut“.   

Beim Konzert des Liederkranz Böhmenkirch verstanden es die drei Chöre des Vereins sowie die beiden Gastchöre aus Steinheim und Gerstetten nicht nur ein Chorkonzert, sondern eine Unterhaltungsshow zu präsentieren. Neben den Sängerinnen und Sängern hat dazu auch Marita Kasischke maßgeblich beigetragen. Sie moderierte den Abend schlagfertig und mit viel Humor.

So stellte sie schon gleich beim Auftritt der Music Kids provokant verschmitzt die Frage, ob es sich da vielleicht schon um „Klein“-Kriminelle handle, wenn sie  als „Gummibärenbande“ auftreten und sich ins „Tohuwabohu“ stürzen. Mit sicherer Stimme und hör- und sichtbar viel Spaß  eröffneten die Jüngsten des Vereins mit ihren Chorleiterinnen Constanze Salber und Anika Locher das umfangreiche, aber kurzweilige Programm. Nur acht Mädchen bildeten den Chor Music Dreams unter der Leitung von Manfred Fischer. Und sie sagten sich wohl: „Dann erst recht!“ - und legten stimmlich eine souveräne Leistung ab und toppten die Story um die interpretierten Songs wie „Ma Baker“, „Poison“ und „Banküberfall“  der EAV, mit ihrer selbstbewussten choreografischen Darstellung im Chicago-Gang-Look.

Zum Schluss des ersten Teils waren die Zuschauer eingeladen, ein Krimirätsel zu lösen, wobei es galt, den Mord  einer jungen, talentierten Schauspieler am Theater zu lösen.  Die beiden ausgelosten Gewinnerinnen dürfen sich jeweils über ein vom Autor signiertes Exemplar des aktuell erschienen Kriminalromans „Blumenrausch“ von Manfred Bomm freuen.

Für einen Chor manchmal recht schwierig ist es, nach einer Pause die abgeflachte Spannung beim Publikum wieder aufzunehmen. Dem Chor der Musikschule Steinheim „Born to sing“ gelang dies unter Leitung von Kristin Geisler spielend. Scheinbar locker und unkompliziert, aber dennoch mit einer sofort aufs Publikum überspringenden Spannung inszenierten sie „The Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show und den Klassiker, der bei einem solchen Konzertmotto keinesfalls im Programm fehlen durfte: „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“.  Im Anschluss gesellte sich zu den Steinheimer Sängerinnen und Sänger der Chor „Nota bene!“ vom Liederkranz Gerstetten, die ebenfalls von Kristin Geisler dirigiert werden. Damit zeigten dann über 50 Sängerinnen und Sänger nicht nur optisch, sondern auch stimmlich eine absolut beeindruckende Bühnenpräsenz beim gemeinsam dargebotenen „Skyfall“ von Adele. „Nota bene!“ verstand es im Anschluss das Stimmungsniveau beim Publikum mit dem absolut souverän dargebotenen Medley zu den Filmmelodien zu „James Bond“ oben zu halten, so dass  „con brio“ vom Liederkranz Böhmenkirch der Anschluss leicht fiel.

Unter der Leitung von Manfred Fischer überzeugten sie das Publikum mit einer sehr gut abgestimmten Performance von Gesang und  choreografisch treffend gesetzten Akzenten. So tanzten dann tatsächlich beim Kriminal Tango Jacky Brown und Baby Miller einen Tango und neben den Sopranistinnen, die den Hauptteil bei „Jailhouse Rock“ bestritten, rockte auch Elvis die Bühne. Die absolut gelungenen Darbietungen steigerten die Begeisterung bei den Zuhörern weiter und fand bei Freddy Mercurys „Bohemian Rhapsody“ ihren Höhepunkt.

 

Der begeisterte Beifall für alle Chöre des Abends war redlich verdient und zeigte, dass der Mix aus Konzert und Show beim Publikum sehr gut ankam.

Die Choreografien stellte Susanne Prinz für die Music Dreams und con brio zusammen. Am Klavier begleitet wurden die Mini Cool Kids von Harald Elser; alle weiteren Chöre wurden instrumental von „Fischermäns Friends“ begleitet.  

Mini Cool Kids